das fensterln

Wer kennt den alten Brauch „Fensterln“ noch? Diese Tradition ist inzwischen ein fast bedeutungslos gewordener Brauch. Beim sogenannten „Fensterln“ machte der Mann mitten in der Nacht seiner Geliebten seine Aufwartung, in dem er mit Hilfe einer Leiter zu ihrem Zimmerfenster hinauf kletterte.

Der Ursprung dieser Tradition liegt im „Gasslgehen“, bei dem junge Männer vor dem Fenster der „Angebeteten“ Sprüche aufsagten, die dann von den jungen Frauen mit tradierter Gegenrede beantwortet wurden. Das Schlafzimmer der Geliebten wurde jedoch bei keiner der Traditionen betreten, das Betreten des Zimmers konnte sogar gerichtlich geahndet werden. Der Brauch wurde deshalb geduldet, da es aufgrund der früher herrschenden strengen dörflichen Sitten und der elterlichen Verbote, verboten war tagsüber und in der Öffentlichkeit eingehende Unterhaltungen zu führen oder gar intimere Aktivitäten auszuführen. Heutzutage wird dieser Brauch  noch teilweise aus Spaß betrieben. In den nördlicheren Regionen Deutschlands wird dieser Brauch sogar als Hausfriedensbruch betrachtet.

Wer hat’s gewusst?!

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