Der frühe Vogel… kann mich mal!

Donnerstag, 5.55 Uhr, mein erster Wecker klingelt und reißt mich aus den Träumen.

Ich suche nach meinem Handy und schalte den Wecker genervt aus.

So geht das jeden Morgen. Und jeden Abend davor denke ich mir: geh doch einfach mal früher ins Bett!

6.00 Uhr, zweiter Wecker, wird ebenfalls ausgeschalten.

6.05 Uhr, 6.10 Uhr, 6.15, usw…

Das Land der Träume holt mich nochmal kurz zurück, bis sich dann um 6.45 Uhr der allerletzte Wecker bemerkbar macht (die ganzen Wecker zwischendrin hab ich wohl automatisch im Schlaf ausgemacht). Jetzt habe ich dann auch genug von dem ganzen Weckergeklingel.

10 Minuten bleibe ich noch liegen, denke ich, und dann steh ich auf. Aus den 10 Minuten werden 15, aus den 15 werden 16, 17 und 18 Minuten.

7.03 Uhr ist keine gerade Uhrzeit, dann muss ich wohl bis 7.05 Uhr warten.

Ganz schön spät geworden mal wieder. Aber egal, denke ich mir, hab ja eh Gleitzeit.

Gleitzeit? Hä? Was ist das?

Gleitzeit ist eine ganz coole Sache, die wir hier bei Brückner haben. Das bedeutet, dass wir uns an keine festen Arbeitszeiten halten müssen, sondern selbst bestimmen können um wie viel Uhr wir anfangen und wann wir wieder nach Hause gehen. Natürlich sollte man sich trotzdem an die Arbeitszeiten der jeweiligen Abteilung halten, in der man gerade arbeitet. Es gibt auch eine Kernzeit, also eine Zeit in der wir auf jeden Fall im Betrieb sein müssen. Diese Zeit ist von 9 – 15 Uhr, freitags sogar nur bis 14 Uhr, heißt also, wir können um 14 Uhr ins Wochenende starten. Natürlich müssen wir uns trotzdem an unsere tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden halten. Um unsere tatsächlichen Arbeitszeiten zu erfassen, hat jeder von uns einen blauen Stempelchip, mit dem er jeden Morgen beim Anfangen und jeden Nachmittag beim Gehen, an einer Stempeluhr stempeln muss. An dieser Stempeluhr müssen wir auch stempeln, wenn wir in den Pausen nach draußen gehen oder das Gebäude, z.B. für einen Kundenbesuch verlassen. Wenn man das Stempeln mal vergisst, was natürlich auch mal vorkommt, bekommt man am nächsten Morgen ein Fehlerprotokoll und muss seine Arbeitszeit nachreichen.

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